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  • Viennale 2025: Zweiter Tag

    Beob­ach­te zwei sich strei­ten­de Krä­hen, die sich zunächst kräch­zend auf einem Wie­sen­stück am Ran­de eines Teichs zan­ken (kann nicht erken­nen wes­halb und sie haben es mir auch auf Nach­fra­ge nicht mit­ge­teilt) und dann sogar in der Luft ihren Dis­put aus­tra­gen, indem sie sich dahin­glei­tend mit ihren Schnä­beln in die Flü­gel…

  • Viennale 2025: Die Klopse von Miroirs No. 3

    Mit Hin­ge­bung zube­rei­te­te Königs­ber­ger Klop­se kön­nen längst ver­lo­re­ne Fami­li­en­idyl­len zurück­be­schwö­ren. Wie Fall­obst lan­det das soßi­ge Gericht mit kräf­ti­gem Bin­de­mit­tel zwi­schen den Gene­ra­tio­nen auf den Tel­lern. Manch­mal braucht es das Ver­spre­chen eines Geschmacks, um ein­an­der Ent­frem­de­te an den Tisch zu locken. Um sich gemein­sam anzu­schwei­gen. Für man­che ist alles gesagt, wenn…

  • Viennale 2025: Erster Tag

    Ver­such eines Fes­ti­vals (wie es ein­mal war): Neh­me mir vor zu notie­ren, was mir wider­fährt, ohne Rück­sicht auf das Kino, das heißt so, dass ich mei­ne Wahr­neh­mung nicht ein­schrän­ke auf das, was in den Fil­men vor sich geht. Fra­ge mich selbst, ob es mehr Kino oder Nicht-Kino geben wird auf…

  • Euganeische Kassiber: Tomba del Petrarca

    «Es war der Tag, an dem der Son­ne Strah­len sich aus Mit­leid mit ihrem Schöp­fer ent­färb­ten», sag­test du, aber ich blick­te nur in den ultra­ma­ri­nen Okto­ber­him­mel und hör­te einen für mei­ne an das Tosen des täg­li­chen Lärms gewöhn­ten Ohren kaum zu ertra­gen­den Frie­den durch die ver­trock­ne­ten Wein­re­ben wehen. Wir waren…

  • Lob der Fläche

    Mag der Ver­gleich zwei­er Städ­te, wie zwi­schen Ber­lin und Wien, sich oft im Gespräch um das Wet­ter oder eine gewis­se Men­ta­li­tät dre­hen, nimmt man ihre inne­ren Cha­rak­ter­zü­ge doch eher schwei­gend wahr. Wäh­rend Wien stets als eine Stadt der Tie­fe gel­ten will, könn­te man Ber­lin als eine der Flä­che betrach­ten. Zumin­dest…

  • Deals und Behauptungen in Cobre von Nicolás Pereda (cine amandi VIII)

    Láza­ro lebt mit sei­ner Mut­ter Tere und sei­ner Tan­te Rosa unter einem Dach. Aga­ven und ein Hund sor­gen für Leben um die ansons­ten ver­ein­sam­te Häu­serfassa­de. Das Schlaf­zim­mer im Inne­ren wirkt über­di­men­sio­nal, gleicht einer Höh­le. Wie ein Hei­li­ger liegt Láza­ro dort, schwer atmend unter einer grü­nen, wär­men­den Decke. Die Arbeit in…

  • John Carpenter und Coca-Cola

    Nach wie vor ist die Bar im Öster­rei­chi­schen Film­mu­se­um wegen Umbau­ar­bei­ten, von denen man zuge­ge­be­ner­ma­ßen wenig sieht, geschlos­sen. Das dürf­te dem Besu­cher­en­thu­si­as­mus dank der Retro­spek­ti­ve zu John Car­pen­ter, mit dem die neue Sai­son nach der Som­mer­pau­se beginnt, jedoch kei­nem Abbruch tun. Ohne­hin war die Film­bar weni­ger dem Film­pu­bli­kum als den…

  • Lissabonner Kleinigkeiten: Rechte Gesichter

    Stän­di­ge Wah­len. Stän­di­ger Wahl­kampf. Im Groß­raum Lis­sa­bons bedeu­tet das: rie­si­ge Wahl­pla­ka­te an jeder Ecke. 365 Tage im Jahr. Ein Gesetz aus Por­tu­gals nach­re­vo­lu­tio­nä­rer Zeit erlaubt, dass Wahl­pla­ka­te auch nach Wah­len hän­gen blei­ben dür­fen – im Prin­zip für immer. Die­se beson­de­re Sicht­bar­keit macht sich die rechts­extre­me, oft mit den Wor­ten und…

  • Gebürstete Geschichte: Shifty von Adam Curtis

    Im Juni hat Adam Cur­tis sei­nen neu­en Found-Foo­ta­ge-Film, Shif­ty, in fünf Tei­len beim BBC ver­öf­fent­licht. Inzwi­schen kann man die Arbeit auf You­tube (Link) sehen, was wohl mehr im Sin­ne des Fil­me­ma­chers als des aus­füh­ren­den TV-Sen­ders ist. Wie üblich col­la­giert Cur­tis äußerst fas­zi­nie­ren­de Auf­nah­men, groß­teils aus dem Archiv des BBC, um…

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