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  • Walking in Nashville

    Der Süd­os­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten bemüht sich nicht um Spaziergänger*innen. Nicht die Land­stri­che und Ver­bin­dun­gen zwi­schen urba­nen Zen­tren mei­ne ich damit, son­dern eigent­lich erst mal nur Nash­ville, Ten­nes­see. Das Athens of the South prä­sen­tiert sich zwar schein­bar ein­la­dend mit genü­gend Geh­we­gen, aber die­se sind mehr fürs Über­que­ren als zum Ent­lang­spa­zie­ren…

  • Notiz zu Warum ist nicht schon alles verschwunden von Stefan Koutzev

    Text: Anton Schroeder „Wenn ich von der Zeit spre­che, dann des­halb, weil sie noch nicht ist.Wenn ich von einem Ort spre­che, dann des­halb, weil er ver­schwun­den ist.Wenn ich von einem Men­schen spre­che, dann des­halb, weil er schon tot ist.Wenn ich von der Zeit spre­che, dann des­halb, weil sie schon nicht…

  • Valentines in New York (cine amandi X)

    Nach­dem ich Anfang Febru­ar im Dis­coun­ter drei­mal durch eine rie­si­ge Abtei­lung bestehend aus Her­zen und Plas­tik­blu­men, Kar­ten und Stoff­tie­ren in Rot- und Rosa­tö­nen fla­niert bin, hat­te ich Valen­tins­tags­ge­füh­le. Drei Tage vor dem 14. Febru­ar möch­te ich ein Feel-Good-Movie sehen, eine Rom-Com, die weder all­zu vor­her­seh­bar und glatt daher­kommt, noch sich…

  • Beobachtungen zu den Fernsehbildern der Olympischen Spiele

    Wer alt genug ist, sich an die ner­vö­sen Bli­cke John McEn­roes zu erin­nern, als die­ser beim Auf­flat­tern einer Tau­be auf dem Sta­di­on­dach oder beim Rat­tern einer Film­ka­me­ra im Sta­di­on in sei­ner Kon­zen­tra­ti­on gestört wur­de, wird sich wun­dern, wie die Ath­le­ten bei den Olym­pi­schen Spie­len in Nord­ita­li­en dem Anschein nach, das…

  • Friaulische Kassiber: Alluvionen

    Im stei­len Berg­hang unter­halb von Mon­tenars, dort wo sie frü­her Zug­vö­gel gefan­gen haben, blü­hen die Früh­lings­blu­men bereits im Win­ter. Es gibt einen lich­ten Wald und den über meh­re­re Stu­fen ins Tal stür­zen­den Orven­co und ab und an einen Holz­steg, der übers Was­ser führt. Manch­mal gehe ich dort umher und fin­de…

  • Notiz zu Nebelland von Claudia von Alemann

    Es gibt Gegen­den, die sich dem Blick der Kame­ra, dem Blick einer Fil­me­ma­che­rin nahe­zu ent­zie­hen. Meist sind es die Stra­ßen, in denen man schon seit Jah­ren lebt, und deren Anblick sich fast abge­nutzt hat. Da, wo alles gewohnt aus­sieht, jeder Ecke schon bei jedem Licht­ein­fall gese­hen wur­de. Aber plötz­lich wird…

  • Friaulische Kassiber: Der Hund im Garten

    In Faga­gna lebt ein Hund in einem recht­ecki­gen Gar­ten. Um die­sen Gar­ten sind ande­re recht­ecki­ge Gär­ten, die kaum einer betritt, außer ein alter Mann, der manch­mal ver­wirrt nach den Toma­ten­sa­men in der Erde sucht, die er zu früh aus­ge­setzt hat. Die­se Gär­ten sind ange­ord­net wie die Fel­der eines Schach­bretts und…

  • Die Leere im Blick von Alexander Zverev

    Als ich mir an einem Janu­ar­vor­mit­tag den fünf­ten Satz des Halb­fi­nal­spiels der Aus­tra­li­en Open zwi­schen Car­los Alca­raz und Alex­an­der Zverev ansah, bemerk­te ich im erschöpf­ten Blick des deut­sche Ten­nis­spie­lers ein selt­sa­mes Fla­ckern. Ich hielt das Bild an und zoom­te in die­se Augen, die zwi­schen zwei Ball­wech­seln einen unbe­stimm­ten Punkt in…

  • Friaulische Kassiber: Das Rauschen am Sbarramento sul Lavia

    Nicht unweit des Sbar­ra­men­to sul Lavia, einer his­to­ri­schen Damm­kon­struk­ti­on an einem dort ent­ste­hen­den Wald­flüss­chen, leben zwei Esel im Morast. Spin­nen­krän­ze plus­tern sich im Luft­zug zwi­schen den Bal­ken des Holz­zau­nes auf, der ihr Gehe­ge umgrenzt. Das Janu­ar­licht wird von den Wald­kro­nen in tau­sen­de Tei­le zer­split­tert. Der Bach rauscht nur drei Meter…

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