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  • Vetre, pričaj sa mnom: Trauer um die Geliebten (cine amandi VII)

    Dien­te das Som­mer­häus­chen sei­ner Mut­ter zeit ihres Lebens als ruhi­ger Zufluchts­ort, hat es mit ihrem Dasein sei­ne Bestim­mung ver­lo­ren. Neg­ri­ca ver­brach­te dort viel Zeit, lausch­te dem Wind, dehn­te ihren Kör­per, genoss die Natur und küm­mer­te sich schon lan­ge nicht mehr dar­um, was ande­re Leu­te den­ken. Ihr Sohn, Ste­fan Djord­je­vic besuch­te…

  • Lissabonner Kleinigkeiten: Die Seher

    Täg­lich auf dem Heim­weg von der Arbeit trifft man an den grö­ße­ren Bahn­hö­fen Lis­sa­bons auf Män­ner, die klei­ne wei­ße Zet­tel­chen ver­tei­len. Oft im lan­gen Hemd, der Dschal­la­bi­ja, geklei­det, bewer­ben sie Wahr­sa­ger, die in allen Lebens­la­gen hel­fen sol­len. Die­se Män­ner sind meist afri­ka­ni­scher Her­kunft – aus den ehe­ma­li­gen por­tu­gie­si­schen Kolo­nien oder…

  • Lissabon, Los Angeles, hin und zurück

    Die­se Woche wur­de Wim Wen­ders acht­zig Jah­re alt. Anders als der Groß­teil der deut­schen Fil­me­ma­cher drän­gen sei­ne Fil­me an die Lan­des­gren­zen und dar­über hin­aus. Man könn­te glau­ben, Wen­ders wäre beson­ders am Ande­ren selbst gele­gen, als bloß an gewis­sen Orten zu sein. Aller­dings sind sei­ne gesam­mel­ten Ein­drü­cke der Fer­ne sel­ten weni­ger…

  • Kvarner Kassiber: Inspiration

    Zwei oder höchs­tens drei Mona­te haben wir unse­rer Inspi­ra­ti­on gege­ben, als wir uns mit ein paar von der Rei­se zer­fled­der­ten Büchern, die wir schon zu lan­ge lesen woll­ten, und einer erra­ti­schen Aus­wahl an Scho­ko­la­de und Wei­nen unter die zur Hei­zung umfunk­tio­nier­te Kli­ma­an­la­ge im Haus auf der Insel leg­ten, um wer…

  • Die Augen Lolitas und die Kongruenzen des Tages

    Noch hat mir nie­mand erklärt, wes­halb die­se Din­ge immer an einem Tag gesche­hen: Kürz­lich betrach­te­te ich eini­ger­ma­ßen ver­zückt eine mir in die Hän­de gefal­le­ne Kopie einer Zeich­nung des Kar­ner-Bläu­lings, ange­fer­tigt vom Lepi­dop­te­ro­lo­gen Vla­di­mir Nabo­kov, der sich um die­ses Tier­chen mehr als ver­dient mach­te, um nur weni­ge Stun­den spä­ter, wäh­rend eines…

  • Drei Filme von Cathy Lee Crane auf den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2025

    Obwohl die Inter­na­tio­na­len Kurz­film­ta­ge Ober­hau­sen mitt­ler­wei­le schon eini­ge Wochen zurück­lie­gen, haben sich eini­ge Erin­ne­run­gen und Gedan­ken an das dies­jäh­ri­ge Pro­gramm immer noch ganz nicht ver­flüch­tigt. Viel­leicht ist es die iro­ni­sche Wen­dung des Anspruchs eines inter­na­tio­na­len Fes­ti­vals: dass zwar nicht die gan­ze Welt in einer Ruhr­ge­biets­stadt zu Gast sein kann, aber…

  • Mont Ventoux, 22. Juli 2025, in Erinnerung an Francesco Petrarca und Marco Pantani

    Der Gesang der Zika­den an den Süd­hän­gen des Ven­toux in der Zwöl­fuhr­son­ne: Ich stel­le mir vor, wie Jean-Hen­ri Farb­re mit einem klei­nen Fang­netz ste­hen­ge­blie­ben wäre, um die Zir­pen im Blät­ter­ge­wirr der Stein­ei­chen und Buchen aus­fin­dig zu machen. Ich stel­le mir vor, dass der Dich­ter und Ento­mo­lo­ge über ein Rad­ren­nen nur…

  • L’amour à Marseille (cine amandi VI)

    »Pour­quoi per­son­ne ne veut m’aimer!?« Schwar­ze qua­dra­ti­sche Let­tern mit wei­ßen Rän­dern kle­ben eng anein­an­der gedrängt am obe­ren Drit­tel einer Haus­wand. Hier, unweit des Cours Juli­en, pro­me­nie­ren ver­schwitz­te Füße die Stra­ße ent­lang, geblen­de­te Augen rich­ten sich nach vor­ne oder unten, man­che huschen auch nach oben. Zwi­schen ihnen eine dich­te Hit­ze, die…

  • Taubenblicke XV

    Sich im Schlaf auf die ande­re Sei­te dre­hen und dabei in einen ande­ren Traum hineinfallen Im Café Wei­din­ger spielt der bebrill­te Kell­ner mit schul­ter­lan­gen Haa­ren allei­ne Bil­lard, das Zusam­men­sto­ßen der roten, gel­ben und wei­ßen Bäl­le klar hör­bar in der Nach­mit­tags­stil­le, und im Innen­hof flim­mern die Schat­ten der von den Insek­ten…

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