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  • «L’idiot» von Pierre Léon

    Ich habe mir also den “Idio­ten” von Pierre Léon ange­se­hen, um den von Ihnen bestell­ten Arti­kel zu schrei­ben, als pflicht­ge­mä­ße Vor­be­rei­tung auf die Arbeit sozu­sa­gen, und ich muss zuge­ben, dass er mich etwas per­plex zurück­ge­las­sen hat, nicht zuletzt, weil ich mir das gleich­na­mi­ge Buch von Fjo­dor Michai­lo­witsch Dos­to­jew­ski – das…

  • Cinema as Lace: Jacques Rivette’s Va savoir

    The power to guess the unseen from the seen, to trace the impli­ca­ti­on of things, to judge the who­le pie­ce by the pat­tern, the con­di­ti­on of fee­ling life in gene­ral so com­ple­te­ly that you are well on the way to kno­wing any par­ti­cu­lar cor­ner of it—this clus­ter of gifts may…

  • Notiz zu Bring Me the Head of Alfredo Garcia von Sam Peckinpah

    Du moch­test immer den Staub und die Flie­gen, die aus dem gol­de­nen Schnitt fal­len­den Kör­per, den uner­träg­li­chen Spei­chel, der sich zwi­schen dei­nen Lip­pen gesam­melt hat bis du ihn mit einem Schluck Bran­dy in den Rachen beför­dert hast. Zumin­dest dach­test du das. Du hast dich gefragt, wel­che mora­li­schen Vor­stel­lun­gen sich am…

  • Der beinahe ruhige Abend des Hernández Hernández in Madrid

    Ale­jan­dro José Hernán­dez Hernán­dez, gebo­ren 1982 auf Lan­za­ro­te, zu einer Zeit, in der dort 61000 See­len leb­ten (heu­te gibt es 71000 Tou­ris­ten­bet­ten) ver­brach­te, wie man so sagt unter Fuß­ball­kom­men­ta­to­ren, einen ruhi­gen, bei­na­he quä­len­den Abend im Estadio Alfre­do Di Sté­fa­no im Vier­tel Val­de­be­bas im Nord­os­ten der spa­ni­schen Haupt­stadt Madrid in der…

  • Notiz zu A proposal to project in scope von Viktoria Schmid

    (Vor­aus­ge­stellt sei, dass ich die Fil­me­ma­che­rin per­sön­lich ken­ne und den Film para­do­xer­wei­se an einem Bild­schirm gese­hen habe. Letz­te­res pro­vo­ziert doch manch grund­le­gen­de Fra­ge wie zum Bei­spiel: Was macht man, wenn man Lein­wän­de auf Bild­schir­men sieht?) All die Lein­wän­de, die irgend­wo ste­hen und ver­rot­ten, auf die Schat­ten fal­len von Ästen und Wol­ken.…

  • Notiz zu den Trinkern im Kino

    Die Geschich­te des Kinos ist auch eine Geschich­te der Trin­ker (vor und hin­ter der Kame­ra). Alko­ho­li­sier­te, durch die Welt tor­keln­de Trun­ken­bol­de sehen in Fil­men oft zu gut aus. Sie lal­len, aber man ver­steht sie trotz­dem. Sie stin­ken nicht. Sie schla­gen Frau­en, aber die Kame­ra inter­es­siert sich für ihre Zer­brech­lich­keit, kaum…

  • Please don’t keeks me anymore: That Uncertain Feeling von Ernst Lubitsch

    Das Gen­re der Ehe­ko­mö­die ist längst aus­ge­stor­ben, weil die Welt zu absurd ist, um nur über das zu lachen, was man kennt. In That Uncer­tain Fee­ling, einem gemein­hin als min­der ange­se­he­nen, aber so gar nicht min­de­ren Film von Lubit­sch dreht sich alles um eine Ehe­frau, die an chro­ni­schem Schluck­auf lei­det,…

  • Notiz zu Da 5 Bloods von Spike Lee

    Spike Lee inter­es­siert sich für Über­frach­tung als Sys­tem, sei­ne Bil­der oszil­lie­ren zwi­schen Unsau­ber­keit und tona­len Ver­frem­dungs­ef­fek­ten; sein Anlie­gen: das Neu-Schrei­ben oder Anders-Schrei­ben einer Geschich­te, die auch eine Film­ge­schich­te ist und zwar mit den Mit­teln des Popu­lär­dis­kur­ses, schrill und unzu­sam­men­hän­gend, Ambi­va­lenz nur als Gegen­über unter­schied­li­cher Emo­tio­nen ver­ste­hend, kaum als Gleich­zei­tig­keit die­ser…

  • Notiz zu Alec Soth

    Eine gro­ße, ble­cher­ne Lee­re bevöl­kert von Men­schen, die nach Frei­heit oder Lie­be suchen. Der­art blickt Alec Soth auf die USA, die er mit sei­nen Fotos abmisst; sei­ne Ver­mes­sung folgt Sam­mel- und Rei­se­im­pul­sen: ver­lo­re­ne Gestal­ten, Sex­ar­bei­te­rin­nen, der Mis­sis­sip­pi, Aus­stei­ger, abge­le­ge­ne Schlaf­plät­ze, Möch­te­gern-Cow­boys, bär­ti­ge Män­ner im Schilf. Er bewegt sich am Weges­rand,…

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