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  • Die Leichtigkeit eines Mauerseglers im kindlichen Lächeln von Witold Gombrowicz und Tadej Pogačar

    In sei­nem viel­zi­tier­ten, groß­teils im argen­ti­ni­schen Exil geschrie­be­nen Tage­buch ver­weist der für gewöhn­lich gegen die Bür­ger­lich­keit und Unter­drü­ckung des Ein­zel­nen spru­deln­de Witold Gom­bro­wicz mehr­fach auf den unab­ding­ba­ren Wert der Leich­tig­keit für die Kunst. Sein Schrei­ben rich­te sich gegen die selbst­auf­er­leg­te Schwe­re, er wol­le befrei­en, Flü­gel ver­lei­hen, abhe­ben mit jedem Satz.…

  • Loin de Manhattan von Jean-Claude Biette

    Text von Leo­nard Krähmer Wer ein Kunst­ma­ga­zin Shapes and Colors nennt, hat ver­stan­den, wor­auf es ankommt in der Kunst­welt. Im bes­ten Fall heißt Malen schließ­lich nichts ande­res, als eine Lein­wand mit For­men und Far­ben der­art zu bear­bei­ten, dass etwas ent­steht, was alle Welt sprach­los macht vor Schön­heit. Die Shapes and…

  • ευφορία

    Glaubt man den deut­schen Medi­en herrscht sie die­ser Tage. Sie sei begrü­ßens­wert und nötig und mit­rei­ßend (das Bild der Wel­le wird wie­der­holt evo­ziert) und sowie­so nötig für ein erfolg­rei­ches Tur­nier (die Rede ist vom Ball­sport­spek­ta­kel). Der ins Nichts gerich­te­te Opti­mis­mus der lau­tes­ten Ver­tre­ter einer Gesell­schaft soll aus sich selbst her­aus…

  • Die Einsamkeit des Zuschauers

    von Jean-Clau­de Biet­te (in Cahiers du Ciné­ma, N°368, Febru­ar 1985) Sel­ten sieht man heu­te noch Fil­me, die kei­nen Anfor­de­run­gen ent­spre­chen müs­sen; Anfor­de­run­gen, die oft einer brei­ten, vagen, dehn­ba­ren sozia­len Kate­go­rie ent­wach­sen, die mehr oder weni­ger bewusst durch das Cas­ting, die auf­ge­häng­ten Pla­ka­te, die Öffent­lich­keits­ar­beit, die bespiel­ten Kino­sä­le kodi­fi­ziert wer­den. Der­art ste­hen…

  • Vom Geschäft keine Ahnung, Sportsfreund

    Kaum jemand wür­de behaup­ten, einen Film kön­ne man nur rich­tig sehen, wenn man ihn auch ver­ste­he. Viel­leicht gra­ben sich die unver­stan­de­nen Tei­le eines Films tie­fer ins Gedächt­nis, als jene, die sich so mit­tei­len, als wären die Gesich­ter auf der Lein­wand nur spre­chen­de Hül­len ohne Geheim­nis­se. Für den Sport im Fern­se­hen…

  • Othon und Jean-Marie Straub

    von Jean-Clau­de Biet­te (in Cahiers du Ciné­ma, N°218, März 1970) Man weiß, wie in Straubs Fil­men gespro­chen wird, bil­det ein wich­ti­ges Ele­ment. So hat er es in Inter­views erzählt – und man muss­te ihm glau­ben, weder der »Bach­film«, wo sich der Kom­men­tar groß­ar­tig von Par­ti­tu­ren unter­schei­det, noch Nicht ver­söhnt, wo der…

  • Taubenblicke X

    Farb­klang: Das brau­ne Stück Ing­wer in der Scha­le auf dem Küchen­tisch, die vio­let­ten Glo­cken­blu­men auf dem Fens­ter­brett, das Grün­wer­den des Schnur­baums im Park, die roten Kap­pen der Schul­kin­der am Spiel­platz, das schwar­ze Hals­band eines Hun­des neben den gel­ben Otta­krin­ger-Bier­do­sen im Gras, die hell­ro­sa Kin­der­ja­cke im Fens­ter des geschlos­se­nen Kin­der­gar­tens an…

  • Die Natur heiraten (cine amandi III)

    Natu­re, natu­re. I am your bri­de. Take me.… Will you mar­ry me?—Orlan­do It’s a love sto­ry. It’s as tim­e­l­ess as the land­scape that inspi­red it.—Wut­he­ring Heights Trai­ler, Peter Kosminsky Win­dig, nebe­lig und mat­schig-düs­ter, raue Wei­te. Eine Kulis­se, die jeg­li­che Hoff­nung auf erfüll­te Lie­be in ihren kal­ten Schwa­den ver­damp­fen lässt. Der Nebel umhüllt…

  • Vrooom, Vrooom: Furiosa: A Mad Max Saga von George Miller

    Rrrrrrr….Rrrrrrr….brrrrrrrrrru, vroooooom, vrooooooom, d d d d d d d d d d d d d d d d d, vrooooooom, chch chchc etc. Nach­dem Geor­ge Mil­ler sei­ne sich Spray ins Gesicht pfef­fern­den Freun­de auf dem Weg nach Wal­hal­la bei­na­he zehn Jah­re hat war­ten las­sen, lie­fert er nun ein sich ver­bie­gen­des (nar­ra­tiv noch mehr als was die Metall­stan­gen betrifft)…

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